Das teilte die Schweizer Zur Rose-Gruppe mit. Sie ist nach eigenen Angaben Europas größte E-Commerce-Apotheke. Das Unternehmen ist international unter anderem mit Deutschlands bekanntester Apothekenmarke DocMorris präsent. Zur Rose beschäftigt an ihren Standorten in der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden, Spanien und Frankreich über 2.200 Mitarbeitende. 2021 erwirtschaftete die Gruppe einen Außenumsatz von über 2 Mrd. Franken (+15,5%) bei derzeit über 12 Millionen aktiven Kunden in Kernmärkten Europas.
Nach der Generalversammlung wird Matthias Peuckert, seit 2018 CEO beim Münchner Online-Händler für Baby- und Kinderartikel Windeln.de, Head Germany und CEO von DocMorris. Damit übernimmt er die Position von Walter Hess, der nach der Generalversammlung die Nachfolge von Walter Oberhänsli als CEO der Zur Rose-Gruppe antreten wird. Peuckert wird die Wachstumsentwicklung im Kernmarkt Deutschland maßgeblich mitverantworten und damit auch wichtige Impulse für den weiteren Ausbau des europäischen Gesundheitsökosystems geben. Der 48-jährige Deutsche ist ein ausgewiesener E-Commerce-Experte mit internationaler Erfahrung in börsenkotierten Unternehmen. Er blickt auf eine 14-jährige Karriere bei Amazon zurück, wo er zuletzt als Group Director für Core Consumables Deutschland und Amazon Pantry Europa einen Umsatz im niedrigen einstelligen Milliardenbereich und mehrere strategische Schlüsselprojekte verantwortete.
2021 habe die Zur Rose-Gruppe ihre Wachstumsstrategie – insbesondere die Nutzung der Chancen des elektronischen Rezepts in Deutschland und die Internationalisierung – fortgesetzt. Trotz Verschiebung des eRezepts sei das Management überzeugt, „dass das Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten auf der Basis des elektronischen Rezepts (eRx) in Deutschland noch im Jahr 2022 anlaufen wird“, heißt es in der Mitteilung.
DocMorris stärkt Gesundheits-App
DocMorris habe das Jahr 2021 genutzt, um die Gesundheits-App noch stärker auf die Bedürfnisse der Kunden auszurichten. Mit mehr als 1,3 Millionen Downloads gehöre diese zu den wachstumsstärksten Gesundheits-Applikationen. Sie verfügt über einen direkten Zugang zu stationären Ärzten sowie zum telemedizinischen Angebot, nahtlosen und personalisierten Customer-Journeys, Adhärenz-Lösungen, Same-Day-Lieferoptionen und Marktplatzangeboten. Eine Scan-Funktion für die Einlösung des E-Rezepts ermögliche eine sichere und schnelle Zustellung der digitalen Rezeptinformationen an die gewünschte Apotheke. Im Rahmen der Testphase seien bereits über 200 E-Rezepte erfolgreich bei DocMorris, aber auch bei Partnerapotheken im Segment Deutschland, eingelöst worden. Zur Bewältigung der erwarteten Volumina wird im zweiten Quartal 2022 die Logistikerweiterung in Heerlen in Betrieb genommen.
Strategische Partnerschaften für innovative Behandlungspfade
Unter der Dachmarke DocMorris baute die Zur Rose-Gruppe das europäische Gesundheitsökosystem weiter aus. Es werde sukzessiv in allen Geschäftsbereichen und Segmenten verankert. In der DocMorris-App sind bereits heute die Services Telemedizin, Marktplatz und Apotheke abrufbar. 2021 ist die Zur Rose-Gruppe zudem zwei Ökosystem-Partnerschaften eingegangen. In Zusammenarbeit mit Novo Nordisk lancierte sie einen kundenzentrierten Behandlungspfad für Menschen mit Adipositas. Der Fokus liegt zunächst auf Deutschland. Eine weitere Partnerschaft mit Roche Diabetes führt die Gesundheitsprodukte und -lösungen beider Unternehmen sowie qualitativ hochwertige Dienstleistungen Dritter zusammen, um das Leben von Menschen mit Diabetes zu erleichtern.
Die Zur Rose-Gruppe trieb im Jahr 2021 die Transformation als Technologieunternehmen voran. Interdisziplinäre Teams in den drei Technologie-Hubs Barcelona, Winterthur und Berlin arbeiten daran, auf europäischer Ebene Customer Journeys intuitiver, nutzenorientierter und reibungsloser zu gestalten. Darüber hinaus fokussiert sich die Gruppe auf die Weiterentwicklung und den Ausbau von Plattform-Technologien und bietet Platform-as-a-Service- bzw. Marketplace-as-a-Service-Modelle auch Partnern – speziell aus der Beauty- und Personal Care-Branche – an. Der Vorteil für diese Unternehmen liege nicht nur darin, mehr Sichtbarkeit, Traffic und Reichweite über die Lösungen zu erlangen, sondern auch einen neuen Verkaufskanal zu etablieren. So könne über eine Multi-Channel-Strategie die eigene Marke gestärkt und eine optimierte und nahtlose Kundenversorgung ermöglicht werden.