Geselle ist, der etwas kann. Meister der, der was ersann. Lehrling, das bleibt jedermann. Stefan Bieringer, Leiter der Bundesfachschule für Orthopädie-Technik (Bufa), zitierte diese Handwerksweisheit in seiner Begrüßung zum 5. Symposium Kinderorthopädie am 6. und 7. Juni.
10.07.2013
Tobias Kurtz
2 Minuten
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Die von der Bufa zusammen mit dem Klinikum Dortmund organisierte Fortbildungsveranstaltung wendet sich ausdrücklich nicht nur an Fachleute aus Medizin, Orthopädie-Technik und Therapie. Der Berufsnachwuchs ist herzlich willkommen – und war auch dieses Mal entsprechend stark vertreten. Die Beiträge thematisierten u.a. die Alltagsmobilität, kindgerechtes Design, Inklusion sowie Sport mit Handicap (siehe GP 8/13).
Hilfsmittel sollen dynamische Fehlstellungen vollständig korrigieren. Gleichzeitig sollen sie sich schnell und einfach anwenden lassen, möglichst unauffällig bzw. schick aussehen und der ärztlichen Verordnung entsprechend konfiguriert werden. Und nicht zu vergessen: Wirtschaftlich soll die Versorgung natürlich auch sein. OTM Claudia Pohlig-Wetzelsperger, Geschäftsführerin der auf Kinder-Orthopädie spezialisierten Firma Pohlig in Traunstein, führte den Tagungsteilnehmern in ihrem Beitrag eindrücklich vor Augen, welch unterschiedliche Anforderungen Ärzte, Techniker, Familien, Freundeskreis, Therapeuten und Kostenträger an eine Hilfsmittelversorgung stellen. Gefragt sei eigentlich die „eierlegende Wollmilchsau“. Daher gebe es für den Orthopädietechniker nur einen Weg, wenn er mit seiner Versorgung nicht scheitern will. „Sie müssen mit allen Beteiligten sprechen“, appellierte die Praktikerin an den Berufsnachwuchs.
Nur im interdisziplinären Team könnten funktionierende Versorgungskonzepte entwickelt werden. Dabei würden bei Kindern andere Schwerpunkte als bei Erwachsenen gesetzt. Während bei Kindern das Hauptaugenmerk auf einer maximalen Korrektur liege, stehe bei Erwachsenen Mobilität und Selbstständigkeit im Vordergrund. Dafür müsse man manchmal auch Kompromisse eingehen. Um die Versorgungsziele zu erreichen, sei Innovationskraft gefragt. Bei der Frage, was eine Innovation auszeichne und wer diese beurteile, verfolgt Claudia Pohlig-Wetzelsperger einen pragmatischen Ansatz: Innovationen in der Orthopädietechnik korrellierten eng mit der Verbesserung und Beseitigung bestehender Probleme sowie der Berücksichtigung von Wünschen und Bedürfnissen des Patienten. Fazit: „Wenn der Patient sagt, ,das ist toll‘, ist eine Innovation, und sei diese noch so klein, gelungen.“
Den ausführlichen Bericht zum 5. Symposium Kinderorthopädie finden Sie in Ausgabe 07/2013
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