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Premiere des Wissenschaftskongresses mit Partner VDE

AAL Kongress Karlsruhe mit über 440 Teilnehmern

AAL Kongress Karlsruhe mit über 440 Teilnehmern Eine Ausstellung begleitete den AAL Kongress in Karlsruhe. (Foto: Karlsruher Messe)

Vom 11. bis 12. Oktober 2018 hat die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK) den dritten AAL Kongress Karlsruhe veranstaltet. Thema waren Alltagsunterstützende Assistenzlösungen/ Active Assisted Living (AAL).

Erstmals wurde der eintägige praxisorientierte Kongress um einen zweitägigen AAL Wissenschaftskongress ergänzt. Für die wissenschaftliche Programmgestaltung zeichnete der Technologieverband VDE (Verband der Elektrotechnik Elektronik und Informationstechnik) verantwortlich. 443 Fachleute aus der stationären und ambulanten Pflege, dem Bereich AAL, aus Wissenschaft und Forschung, dem medizinischen Fachhandel, Wohnungsbau und der Politik tauschten sich über Entwicklungen und Best-Practice-Beispiele aus. Eine Ausstellung, eine Poster-Session sowie ein Netzwerkabend ergänzten das Veranstaltungsformat.

„Der Einsatz von Alltagsunterstützenden Assistenzlösungen bietet, richtig eingesetzt, ein erhebliches Potential zur Entlastung der Pflegekräfte, aber ebenso auch der pflegenden Angehörigen“, unterstreicht KMK-Geschäftsführerin Britta Wirtz. „Um die Weiterentwicklung und interdisziplinäre Vernetzung aller Beteiligten voranzutreiben, war die Erweiterung des Praxiskongresses 2018 um einen wissenschaftlichen Kongressstrang für uns die folgerichtige Entscheidung. Damit bieten wir deutschlandweit das umfangreichste Angebot zum Thema AAL.“

Ansgar Hinz, CEO des VDE, ergänzt: „AAL-Technologien haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und Hersteller haben neue Lösungen in den Markt gebracht, wie der AAL Kongress eindrucksvoll beweist. Leider haben diese Technologien bislang keine ausreichende Marktresonanz erfahren, obwohl der Bedarf aufgrund des demographischen Wandels mit jedem Jahr größer wird. Es fehlen breite öffentliche Finanzierungs- und Erstattungsmodelle. Um AAL-Systeme zukünftig allen Menschen zugänglich zu machen, setzt sich der VDE für eine stärkere Einbeziehung aller beteiligten Akteure – Hersteller, Mediziner, Krankenkassen, Sozialdienstleister und Wohnungswirtschaft – ein.“

Vortragsprogramm aus Praxis und Forschung

Auf dem AAL Praxiskongress am 12. Oktober thematisierten 15 Referenten Fragestellungen wie: Welche Hilfestellung geben AAL-Technologien bereits heute in der ambulanten und stationären Pflege? Was ist noch Vision, was bereits Vorzeigeprojekt? Welche Herausforderungen bringen die neuen Technologien mit sich? Wie können AAL-Angebote finanziert werden? Darüber hinaus ermöglichten Partnerschaften mit AAL Austria und der Universität Innsbruck mit der Veranstaltung Smarter Lives einen grenzüberschreitenden Blick nach Österreich. „AAL Austria fördert den Auf- und Ausbau des AAL-Netzwerks, schafft Sichtbarkeit und Vertrauen für ein Thema, für das sowohl auf wissenschaftlicher als auch wirtschaftlicher und politischer Ebene heute Maßnahmen für die Zukunft gesetzt werden müssen. Die Partnerschaft mit der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH und unsere Teilnahme am AAL Kongress Karlsruhe ist für uns daher äußerst wichtig und gewinnbringend“, so Dr. Martin Kampel von AAL Austria.

Der zweitägige AAL Wissenschaftskongress am 11. und 12. Oktober umfasste ein Vortragsprogramm von 23 Experten. Die Themen reichten dabei von Assistenzsystemen für ein selbstbestimmtes und selbstständiges Leben im häuslichen Umfeld, über Assistierte Kommunikation in ambulanten Betreuungsformen bis hin zum Konzept eines modularen Leichtbau-Exoskeletts zur Unterstützung physischer Arbeit. Auch das Thema Datenschutz und Security für AAL im Licht der EU-Datenschutzgrundverordnung stand auf dem Programm.

33 Aussteller aus Deutschland, Österreich und Norwegen zeigten zudem auf rund 2.000 Quadratmetern unter anderem innovative Pflegebetten, intelligente Pflegepflaster, Notruf- und Sicherheitssysteme sowie Technologien zur Aktivierung von älteren und an Demenz erkrankten Menschen.

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