Erstmalig wurde auf dem Bequemschuhsymposium der Bequemschuhpreis verliehen. Eine Jury aus Branchenvertretern würdigte damit das Lebenswerk von Georg Wessels, der gemeinsam mit seinem Bruder, seiner Frau und seiner Tochter in Vreden (NRW) ein Schuhhaus betreibt.
04.02.2014
Tobias Kurtz
2 Minuten
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Georg Wessels hatte das seit dem Jahre 1745 von seinen Vorfahren geführte Geschäft völlig umgekrempelt und sich auf Schuhe in Übergrößen spezialisiert.
Bequemschuhpreis – Brigitte Wischnewski und Manfred Junkert gratulieren
Die Laudatoren zur Übergabe des neu geschaffenen Preises waren Brigitte Wischnewski, Präsidentin des Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels und Manfred Junkert, Hauptgeschäftsführer HDS/L. Sie würdigten das im Schuhhaus Wessels verkörperte Zusammenspiel von Standorttreue und weltweitem Engagement, von Unternehmertum und Menschlichkeit. Denn Georg Wessels schuf mehr als ein gut funktionierendes Schuhhaus für Damen mit Schuhgröße 43 und darüber sowie für Männer jenseits der Größe 47.
Seit 30 Jahren stehen er und sein Team Menschen zur Seite, die die Last tragen, riesenwüchsig zu sein. Anfangs hatte er nur eine PR-Maßnahme für sein Bequemschuhgeschäft im Auge und suchte Kontakt zum Guinness-Buch der Rekorde. Den dort als größte Menschen der Welt Benannten spendierte er in seiner Werkstatt gefertigte Maßschuhe. „Doch im Laufe der Jahre wurde eine Mission daraus“, erzählt er, während er seinen Dank für den Preis kurzerhand in einen bewegenden Bericht über das Leid „seiner Riesen“ münden lässt. Die lernt er nicht mehr nur über das Guinness-Buch, sondern auch über Kliniken in aller Welt kennen.
Im Laufe der vergangenen 30 Jahre hat er rund 300 Paar maßgefertigte Schuhe verschenkt. Zu größten Teil fuhr er dazu auf eigene Kosten zu den Betroffenen und nahm Maß. Zu den Zukunftsplänen der Wessels GmbH gehört ein Neubau, der auch eine Ausstellung über das Leben von riesenwüchsigen Menschen zeigt.
Bequemschuhpreis jetzt regelmäßig
Der Bequemschuhpreis soll von nun an regelmäßig verliehen werden. Vorschläge, die nicht nur Händler, sondern beispielsweise auch Wissenschaftler oder Designer betreffen könnten, werden bereits entgegen genommen.www.bequemschuhsymposium.de
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