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Hintergrund BVA-Sonderbericht

BVMed: GKV soll Versicherte besser aufklären

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat die gesetzlichen Krankenkassen aufgefordert, ihre Versicherten bei der Hilfsmittel-Versorgung besser über ihre Rechte zu informieren.

Dazu gehört auch eine Information zu dem Recht, gegen einen ablehnenden Leistungsbescheid der Krankenkasse Widerspruch einlegen zu können, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt in einer Verbandsmitteilung.

Der Hintergrund des Appells sei, dass das Bundesversicherungsamt (BVA) in seinem „Sonderbericht zum Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung“ vom April 2018 deutliche Kritik an der Informiertheit der Versicherten äußert. „Die Veränderungen in der Art der Kommunikation dürfen von den Krankenkassen nicht als Einfallstor dazu genutzt werden, Versicherte im Ungewissen über ihre Leistungsansprüche oder Rechtsbehelfe zu lassen“, heißt es laut BVMed in dem BVA-Sonderbericht (Fazit; Seite 128). In dem Bericht stellt das BVA fest, „dass einige Krankenkassen ihre Ablehnungsbescheide nicht nur unzureichend begründen, sondern auch vermehrt von einer rechtlich zwingenden schriftlichen Rechtsmittelbelehrung absehen. Zur Vermeidung von Widerspruchsverfahren fordern Krankenkassen sehr häufig ihre Versicherten auf, ihre Anträge zurückzunehmen“ (Seite 121).

BVMed stützt sich auf IGES-Bericht

Bei seiner Kritik stützt sich das BVA zudem auf einen IGES-Bericht im Auftrag des Patientenbeauftragten sowie auf Erkenntnisse der Unabhängigen Patientenberatung (UPD; Seiten 122 und 123). Demnach wurden Ratsuchende falsch oder unvollständig informiert und beraten. Gerade in der Hilfsmittelversorgung komme es zu Problemen nach Ausschreibungen oder zu Verzögerungen bei Genehmigungsverfahren. Der BVMed und seine „Initiative Faktor Lebensqualität“ unterstützen Versicherte dabei, bei Versorgungsproblemen mit ihren Hilfsmitteln ihren Anspruch durchzusetzen.

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Tobias Kurtz / 11.05.2018 - 09:28 Uhr

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