Orthopädietechnik und Orthopädie & Unfallchirurgie haben eine lange gemeinsame Geschichte. In der Versorgung von angeborenen und erworbenen körperlichen Funktionseinschränkungen sind beide in ihrem Zusammenwirken für die Gesundheitsversorgung unverzichtbar.
In Zeiten einer intensiven Diskussion über den Stellenwert operativer und konservativer Verfahren ist die gesamte Breite der Versorgungsmöglichkeiten wichtig. Das ist nur durch intensive Kooperationen zwischen Medizinern und Technikern in Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Industrie zu erreichen. Die Entwicklung der technischen Möglichkeiten in den letzten Jahrzehnten erfordert eine interdisziplinäre Ausbildung von Handwerkern in der Orthopädietechnik wie auch der Medizinstudenten, um die Anwendung orthopädietechnischer Leistungen mit hoher Versorgungsqualität in allen Versorgungsbereichen sicher zu stellen, so der Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT) in einer Mitteilung.
Im Sinne einer regelmäßigen Kommunikation im Rahmen der Patientenversorgung, des Ausbaues konservativ-rehabilitativer Inhalte in der Ausbildung Orthopädie & Unfallchirurgie, der gemeinsamen Gestaltung von Fortbildungsveranstaltungen und der Förderung professions-übergreifender Kooperationen in der Forschung wurde 2011 der "Tag der Technischen Orthopädie" im Rahmen des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie ins Leben gerufen.
Klaus Lotz, Präsident des BIV-OT, unterstreicht die Bedeutung der interdisziplinären Arbeit für die Patienten und die Einrichtung einer Plattform der Technischen Orthopädie beim DKOU: "Wir glauben, dass nur durch gemeinsame kontinuierliche Anstrengungen die Zukunft der Technischen Orthopädie als Arbeit im therapeutischen Team gesichert werden kann, insbesondere vor dem Hintergrund des wachsenden Bedarf durch demografische Entwicklungen."
Veranstalter des "Tag der Technischen Orthopädie" sind der BIV-OT in Kooperation mit der Vereinigung Technische Orthopädie (VTO) und der Fortbildungsinitiative ´93 Technische Orthopädie.