Das zweitägige COMPAS Meeting vom 22. bis 23. März 2025 in Japan markiert laut Medi einen Meilenstein in der globalen Lymphödem-Versorgung. Erstmals fand ein medizinisches Symposium dieser Größenordnung zum Thema Lymphologie in der APAC-Region (Asia-Pacific: Asien, Australien, Indien) statt – bisherige vergleichbare Fachkongresse wurden ausschließlich in Europa oder den USA veranstaltet.
Nikolas Zwarg, Global Business Development Manager Compression bei Medi und Initiator der Veranstaltung, betont die strategische Bedeutung: „Das COMPAS Meeting in Japan ist ein absolutes Novum! Bisher haben medizinische Symposien zum Thema Lymphologie in diesem Kaliber nur in Europa oder den USA stattgefunden. Zum ersten Mal haben wir internationale Expert:innen mit Ärzt:innen und Therapeut:innen aus der APAC-Region zusammengebracht.“
Hochkarätige Fachreferenten und thematische Schwerpunkte
Das Programm umfasste Keynote-Vorträge von renommierten Spezialisten wie Professor Christine Moffatt (England), Dr. Makato Mo (Japan) und Dr. Cia-Shen Yang Johnson (Taiwan). Inhaltlich wurden fünf Themenschwerpunkte behandelt:
- Regionale Einblicke in die Behandlung von Lymphödemen in der APAC-Region
- Innovationen in der Diagnostik und Frühintervention
- Medizinische Kompressionstherapie bei der Behandlung von Phlegmone
- Integration von chirurgischen und konservativen Ansätzen
- Herausforderungen für die Industrie und patientenorientierte Selbstmanagementstrategien
Die Moderationen übernahmen Prof. Christine Moffatt, Dr. Makoto Mo, Prof. Dr. Johnson und Els Brouwer (International Lymphology and Phlebology Consultant).
Round Tables als Katalysator für nachhaltige Zusammenarbeit
Am zweiten Veranstaltungstag standen vier Round Table Diskussionen im Mittelpunkt, die sich der übergreifenden Frage „Warum ist medizinische Kompressionstherapie immer noch eine Herausforderung?“ widmeten. Diese interaktiven Formate beschäftigten sich mit:
- Medizinische Kompression bei vollständiger Entstauungstherapie
- Medizinische Kompression zur Prävention von Phlegmone
- Postoperative medizinische Kompression
- Medizinische Kompression im Selbstmanagement
„Zusätzlich zu den Keynote-Vorträgen wollten wir interaktiver werden und einen echten Mehrwert für alle Teilnehmenden schaffen. Deshalb haben wir die Idee der Round Tables aufgegriffen“, erklärt Zwarg. „So können eine Vielzahl von Erfahrungen angesprochen und gleichzeitig kurze und intensive Diskussionen geführt werden.“
Entwicklung eines globalen Konsensdokuments geplant
Ein konkretes Ergebnis des COMPAS Meetings ist die geplante Erstellung eines globalen Konsensdokuments zur medizinischen Kompressionstherapie. Dieses soll in verschiedenen Landessprachen verfügbar sein und an die unterschiedlichen Gesundheitssysteme angepasst werden können. Die Dokumente sollen drei Hauptziele verfolgen:
- Standardisierung der Ausbildung für multidisziplinäre Teams
- Grundlage für die Entwicklung nationaler Protokolle
- Einbindung der Patientenperspektive in die Gestaltung klinischer Dienstleistungen
„Wichtig ist, dass die Round Tables nicht das Ende, sondern vielmehr den Anfang eines fortlaufenden Engagements darstellen“, unterstreicht Zwarg. Eine Folgeveranstaltung ist bereits für 2026 in Australien geplant.
Die Medi GmbH & Co. KG mit Hauptsitz in Bayreuth beschäftigt rund 1.800 Mitarbeitenden am Standort Bayreuth und weltweit etwa 3.000. Das Unternehmen bietet medizinische Kompressionsprodukte, Bandagen, Orthesen und weitere medizinische Hilfsmittel an und ist mit einem Vertriebsnetzwerk in über 90 Ländern weltweit vertreten.