Zentrales Thema ist für den Europapolitiker, die Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit Europas zu erhöhen. „Wir müssen wieder eine wirtschaftliche Stärke in Europa herstellen“, sagte Schenk beim BVMed-Gesprächskreis. Dafür müsse Europa stärker auf moderne Technologien setzen. Und: „Wir müssen auch bei dem Thema Transfer von Forschungsergebnissen besser werden. Wir haben eine gute Forschungs-Infrastruktur, aber wir müssen die Entwicklungen auch besser in den Versorgungsalltag bekommen – von einer besseren Gründerfinanzierung bis hin zur Erstattung.“ Schenk will sich unter anderem dafür einsetzen, dass der Gesundheitsbereich stärker in das EU-Forschungsprogramm eingebunden wird, ein wichtiger Baustein für die finanzielle Unterstützung des Sektors.
Auch das Thema Entbürokratisierung sei weit oben auf der Agenda. MdEP Schenk: „Aber es muss konkret gemacht werden. Dafür brauchen wir auch die Expertise aus den Branchen. Wir müssen neue Lösungen im Dialog entwickeln.“
BVMed-Vorstandsvorsitzender Mark Jalaß und weitere MedTech-Branchenvertreter:innen wiesen auf die Notwendigkeit hin, die Rahmenbedingungen für die Branche zu verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts insgesamt zu stärken, damit Investitionen in Europa und Deutschland getätigt werden. Bei der geplanten Life-Science-Strategie auf der europäischen Ebene sei es wichtig, Medizintechnologien gleichberechtigt einzubinden. Kritisiert wurde, dass die Branche im Draghi-Report weitgehend nicht stattfinde.
Wichtig sei für den CDU-Politiker Schenk die Verknüpfung zwischen Berlin und Brüssel bei den anstehenden wichtigen Branchenthemen. Auf nationaler Ebene sieht der Europaabgeordnete die Chance, mit einer neuen Bundesregierung einen neuen Dialogprozess zur Stärkung der industriellen Gesundheitswirtschaft – unter Einbindung der Branche – aufzusetzen. Dafür sollten Pharma-, MedTech-, Biotech- und Health-IT-Branche gemeinsam arbeiten.