Verglichen mit dem 3. Quartal 2013 sinkt der Gesamtumsatz um 1,0 Punkte, die Verordnungsanzahl steigt dagegen um 2,1 Punkte. Der durchschnittliche Wert einer Verordnung liegt mit 101,3 Punkten um 1,8 Punkte schlechter als im 3. Quartal 2013.
Nimmt man die Werte aus dem 4. Quartal 2012 zum Vergleich (ganz links in der Grafik), stellt sich die Branchensituation im 4. Quartal 2013 klar verbessert dar: Der durchschnittliche Umsatz eines Betriebes stieg um beachtliche 6,1 Punkte, die Anzahl der Verordnungen erhöhte sich dagegen "nur" um 2,2 auf 122,9 Punkte. Die ungleiche Steigerung von Gesamtumsatz und Verordnungsanzahl hat entsprechend Auswirkungen auf die Kennzahl "Durchschnittlicher Rezeptwert". Die Preise in der Branche sind im 4. Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1 Punkte gestiegen (98,2 zu 101,3 Punkten).
Der Trend zu höheren durchschnittlichen Rezeptwerten hat sich damit klar bestätigt. Erstmals seit Bestehen des GKV-Trendbarometers lag diese Kennzahl in allen vier Quartalen über dem Index 100 (Basis: 2006). Entsprechend kann das Jahr 2013 zumindest in punkto Rezeptwert als ein Wendejahr bezeichnet werden. Sinkende Durchschnittswerte oder Stagnation hatten die letzten Jahre gekennzeichnet.
Ebenfalls auffällig bei der Betrachtung der vier Jahresquartale 2013 ist, dass die Bedeutung des vdek-Sektors (Ersatzkassen) gegenüber dem RVO-Bereich (AOKn, BKKn, etc.) klar zugenommen hat. Der Anteil der Ersatzkassen am durchschnittlichen Gesamtumsatz eines OT-Betriebes ist ab dem 2. Quartal 2013 erstmals seit 2007 höher als der der RVO-Kassen. Hier spiegelt sich neben den höheren durchschnittlichen Verordnungswerten offensichtlich auch die Mitgliederbewegung unter den Kassenarten wieder – hier speziell die zurückgehende Bedeutung der BKKn generell. Diese Aussage wird untermauert bei der Betrachtung der Quartalsdaten im Bereich der Verordnungsanzahl. Im 4. Quartal 2013 hat der vdek-Sektor den RVO-Bereich hier "überholt". Auch beim Verordnungswert wird deutlich, dass die Ersatzkassen im letzten Jahr den Abstand zum RVO-Bereich vergrößern konnten.
Stellt man die Jahre 2012 und 2013 insgesamt gegenüber, stieg der Umsatz eines durchschnittlichen IK-33-Betriebes um 3,43 Prozent (vdek: plus 9,25 Prozent; RVO: plus 1,01 Prozent), die Anzahl der Rezepte erhöhte sich um 0,25 Prozent (vdek: plus 3,54 Prozent; RVO: minus 1,19 Prozent). Der durchschnittliche Wert einer Verordnung stieg um 3,17 Prozent (vdek: plus 5,51 Prozent; RVO: plus 2,23 Prozent) – konkret von 137,24 auf 141,60 Euro.
In das GKV-Trendbarometer der Opta Data Abrechnungs GmbH, Essen, fließen Daten von ca. 1.200 orthopädietechnischen Betrieben und Sanitätshäusern ein.