Seit dem 1. Juli steht die neue Vertrags-KI von Joviva den Mitgliedsunternehmen der Sanitätshaus Aktuell Gruppe zur Verfügung. Die Anwendung ermöglicht es Mitarbeitenden, Fragen zu Vertragsinhalten in natürlicher Sprache zu stellen und unmittelbar passende Antworten zu erhalten.
Der Bedarf ist laut Joviva hoch: Laut einer Branchenumfrage von „Wir versorgen Deutschland“ verbringen fast 70 Prozent der Sanitätshäuser mehr als 30 Prozent ihrer Arbeitszeit mit bürokratischen Aufgaben. Insbesondere der steigende Dokumentationsaufwand sowie komplexe Vertragsstrukturen mit über 90 Krankenkassen gelten als zentrale Herausforderungen. Hier setzt die KI-Lösung an, indem sie Vertragsinformationen bündelt, analysiert und schnell zugänglich macht. Ziel ist es, Recherchezeiten zu verkürzen, Abrechnungsfehler zu reduzieren und die Versorgung effizienter zu gestalten.
„Vertragsprüfung gehört zu den Aufgaben im Sanitätshaus, in denen besonders viel Erfahrungswissen steckt und gleichzeitig ein hohes Fehlerrisiko besteht“, sagt Isabel Feys, Geschäftsführerin von Joviva. „Genau hier kann Künstliche Intelligenz ihre Stärken ausspielen: Sie macht Wissen schneller verfügbar, bereitet Entscheidungen vor und schafft Freiräume für das, worauf es am Ende ankommt: die Versorgung der Menschen.“
Baustein für digitale Infrastruktur
Die Vertrags-KI berücksichtige individuelle Nutzerkontexte, Vertragsstrukturen und Mitgliedschaftsregelungen und greift auf Daten aus mehr als 90 Krankenkassen sowie entsprechende Vertragswerke zurück. Auch komplexe Fragestellungen mit Ausnahmeregelungen lassen sich laut Joviva so innerhalb weniger Sekunden beantworten.
Für Joviva ist die Einführung zugleich Teil einer umfassenderen Digitalstrategie. Nach Lösungen für Sichtbarkeit und Patientenkommunikation erweitert das Unternehmen seine Plattform gezielt um KI-gestützte Anwendungen für betriebliche Prozesse. Die Vertrags-KI bildet dabei den Auftakt für weitere Assistenzsysteme.
„Die Anforderungen an Sanitätshäuser wachsen seit Jahren. Gleichzeitig werden Verträge, Dokumentation und gesetzliche Vorgaben immer komplexer. Digitale Lösungen wie die Vertrags-KI helfen unseren Mitgliedsbetrieben dabei, diese Komplexität zu beherrschen und Arbeitsabläufe nachhaltig zu vereinfachen. Das ist ein wichtiger Schritt, um Sanitätshäuser zukunftsfähig aufzustellen“, sagt Dr. Christian Gentner, Vorstand der Sanitätshaus Aktuell AG.
Die Lösung wurde in Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen der Sanitätshaus Aktuell Gruppe entwickelt und soll kontinuierlich weiter ausgebaut werden. „Unser Ziel ist es nicht, Technologie um ihrer selbst willen einzusetzen“, so Feys. „Wir entwickeln KI dort, wo sie im Alltag einen konkreten Mehrwert schafft. Die Vertrags-KI zeigt, wie Digitalisierung Wissen zugänglich macht, Prozesse vereinfacht und Sanitätshäuser spürbar entlasten kann.“