Mitte März präsentierte Medizinprodukteanbieter Lohmann & Rauscher (L&R) im Rahmen der Expolife sein Produktportfolio im Bereich Bandagen & Orthesen bzw. Kompressionstherapie und in 2 Vorträgen auch seine Beratungskompetenz. In den Veranstaltungen berichteten die Vortragenden über die neue Versorgungsoption in der Entstauungsphase der Kompressionstherapie durch Medizinische Adaptive Kompressionssysteme und über die Möglichkeiten der Kundenbindung von Schwangeren im Bereich Hilfsmittelversorgung durch Sanitätshäuser.
Claudia Bauer, L&R Produktmanagerin und Vortragende der Infoveranstaltung bei der Expolife: „Wir sind wahnsinnig stolz und froh, dass alle Hilfsmittelnummern da sind, unsere Artikel damit verordnungsfähig sind und von Ärzten und Ärztinnen budgetneutral verordnet werden können. ReadyWrap Produkte sind einfach anzuwenden, ihre Wirksamkeit ist mit der randomisiert kontrollierte Studie an der Berliner Charité nachgewiesen und sie sind kostengünstig. Da die Patienten oder deren Angehörige das Produkt selbst anlegen und anpassen können, wird die Akzeptanz der Patienten erhöht und das verbessert den Therapieerfolg. Nicht nur wir sehen ReadyWarp als wirklichen ‚Gamechanger‘ – das ist eine Rückmeldung, die ich bei der Expolife vielfach von L&R Kunden und Kundinnen und auch Nicht-Kunden und -Kundinnen gehört habe.“
In ei nem zweiten Vortrag berieten Anne Ratajczak und Axel Gundlach , beide Produktmanager bei L&R, Mitarbeitende von Sanitätsfachhäusern, wie sie Schwangere erreichen, mit überzeugenden Produkten und Leistungen begeistern und zu langfristigen Kundinnen machen können. Denn die Schwangerschaft ist für viele Frauen nicht nur eine schöne Zeit, sondern kann auch Belastungen, insbesondere für den Rücken und die Beinvenen, mit sich bringen. Für den Sanitätsfachhandel ergibt sich damit die Chance, schwangere Frauen mit Produkten und Beratung zu versorgen und sich damit bei dieser Zielgruppe – 800.000 Schwangere pro Jahr in Deutschland – auch über die Schwangerschaft hinaus positiv zu positionieren. Hierfür können Sanitätshäuser einen multi-zentrischen Ansatz wählen und neben den Schwangeren als Zielgruppe auch den Weg über Multiplikatoren nutzen – z. B., indem sie die Kommunikation zu Verordnern (Gynäkologen) und Empfehlenden (Hebammen) verstärken oder diesbezügliche Netzwerke besser nutzen. Aber auch die gezielte Ansprache von Schwangeren über Social Media, regionale Babymessen, Informationen in eigenen Werbeflyern oder in der regionalen Presse können erfolgversprechend sein.
Der erhöhte Hilfsmittelbedarf von Schwangeren bezieht sich v. a. auf Lendenwirbelsäulen- Orthesen, Beckenorthesen/Symphysengürtel, medizinische Kompressionsstrümpfe, Handgelenkorthesen, Einlagen und Inkontinenz-Produkte. Die Versorgung von Schwangeren ist also keineswegs ein Nischenmarkt, um den es hier geht. Allein „nur“ die schwangerschaftsbedingten Rückenschmerzen betreffen rund 58% der Schwangeren und können deren Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.