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EU-Kommissarin kündigt an

MDR-Start soll erst 2021 erfolgen

Die EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) soll nicht ab dem 26. Mai 2020 gelten, sondern erst ein Jahr später. Der BVMed begrüßt diesen Schritt.

Der Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) hat die Ankündigung der EU-Kommissarin Stella Kyriakides am 25. März, den Geltungsbeginn der EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) am 26. Mai 2020 um ein Jahr auszusetzen, als „wichtiges Signal für die Patientenversorgung und die MedTech-Unternehmen“ begrüßt, so BVMed-Geschäftsführer Dr. Marc-Pierre Möll in einer Mitteilung. Der BVMed erwartet, dass das Europäische Parlament und der Rat nach dem Vorstoß der Kommission nun rasch den Weg für die MDR-Verschiebung freigeben. „Jeder Tag zählt. Denn die oberste Priorität der Medizinprodukte-Unternehmen muss in den nächsten Wochen und Monaten sein, in der Coronavirus-Pandemie alle notwendigen Produkte für die medizinische Versorgung der Bevölkerung in ausreichender Zahl zur Verfügung zu stellen“, so Möll.

In einem Tweet teilte die EU-Kommissarin mit, dass die EU-Kommission den MDR-Geltungsbeginn um ein Jahr aussetzen will. Ein entsprechendes Dokument werde derzeit erarbeitet. Ziel der Kommission sei es, bis Anfang April die Zustimmung von Parlament und Rat zu erreichen, sagte ein Kommissionssprecher gegenüber POLITICO.

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Tobias Kurtz / 25.03.2020 - 15:11 Uhr

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