Mit Wolfgang Weihermüller verliert die Hilfsmittelbranche einen Pionier der Hilfsmittelbranche sowie eine eindrucksvolle Unternehmerpersönlichkeit. Mit seiner herausragenden Leistung führte er das Unternehmen – seit den Achtzigerjahren gemeinsam mit seinen Söhnen Dr. Michael und Stefan Weihermüller – zu den weltweit führenden Herstellern medizinischer Hilfsmittel.
Wolfgang Weihermüller wurde 1928 im vogtländischen Pausa geboren. Dass ihn vor allem sein Mut und Unternehmergeist auszeichneten, zeigt ein Blick zurück auf die Entstehung von Medi:
1951 setzte Wolfgang Weihermüller eines Nachts mutig alles auf eine Karte: Er überquerte die "Grüne Grenze" bei Rudolphstein. In seinem Rucksack transportierte er wertvolle Bauteile einer Strickmaschine. In Bayreuth angekommen, legte er mit dieser Strickmaschine – deren weitere Einzelteile Stück für Stück in den Westen geschmuggelt wurden – den Grundstein für das heute international erfolgreiche Unternehmen medi. Weihermüller bewies besonderen Mut, die damalige DDR zu verlassen und dabei Produktionsmaschinen mitzunehmen. Das hätte ihn viele Jahre seiner Freiheit kosten können. Doch sein Unternehmergeist und sein Drang nach Aufbruch waren größer. Heute beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 2.400 Mitarbeiter und liefert in über 90 Länder der Welt.
2016 feierte Medi sein 65-jähriges Bestehen. Mit einem großen Fest auf dem Firmengelände feierten die "medianer" gemeinsam. "Standing Ovations" gab es für Seniorchef Wolfgang Weihermüller und seine Frau Inge, ein bewegender Gänsehaut-Moment für alle Mitarbeiter, die ihre tiefe persönliche Verbundenheit zeigten.
Zwar übergab Wolfgang Weihermüller die operative Geschäftsführung schon vor 30 Jahren an seine Söhne. Bis zuletzt war er jedoch am aktuellen Geschehen beteiligt und regelmäßig vor Ort. Noch 2016 besuchte er die OTWorld in Leipzig.
Die Mitarbeiter erinnern sich vor allem an sein freundliches, herzliches Lächeln und seine strahlende Persönlichkeit.