Ein Plus von 10,33 Prozent beim Umsatz mit der GKV erzielte ein durchschnittlicher IK-59-Betrieb im ersten Quartal 2023 gegenüber dem Vorquartal. Vergleicht man das erste Quartal 2023 mit den Vorjahreszeitraum, ergibt sich sogar ein Plus von 11,63 Prozent. Das geht aus einem aktuellen Beitrag im Expertenforum der Opta Data Gruppe hervor.
Die Anzahl der Verordnungen stieg im ersten Quartal 2023 verglichen mit dem vierten Quartal 2022 ebenfalls an (+4,23 Prozent). Im direkten Quartalsvergleich 2023/2022 steht die Branche bei einem Plus von 2,77 Prozent.
Der Durchschnittswert einer Versorgung im Bereich Medizintechnik lag im ersten Quartal 2023 zum ersten Mal seit 2019 bei über 400 Euro. Gegenüber dem ersten Quartal 2022 bedeutet das ein Plus von rund 10 Euro je Rezept (+2,69 Prozent).
Medizintechnik: So werden die Daten erhoben
Grundlage der Datenerhebung sind die durch die Kunden der Opta Data Finance GmbH, Essen, abgerechneten Verordnungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen. Die Daten wurde anonymisiert, bereinigt und auf den Gesamtmarkt hochgerechnet und daraus ein Durchschnitt für eine einzelne Betriebsstätte gebildet. Der Vollständigkeit sei hier erwähnt, dass andere Einnahmen in den Betrieben z.B. mit privaten Kostenträgern, möglichen privaten Einkäufen oder die üblichen, von den Patienten zu tragenden Mehrkosten, nicht berücksichtigt sind.
Die dargestellten Trends sind nicht mit den einschlägigen Statistiken der GKV über den Hilfsmittelmarkt zu vergleichen, da diese Erhebung auf Basis einer speziellen Betriebsart (nach IK-Nummer) durchgeführt wird. Die allgemein zugänglichen Daten zur GKV-Finanzentwicklung dagegen betrachtet in ihren „Konten“ Ausgaben nach verschiedenen Produktgruppen, die nicht nach dem „Verursacher“ z.B. einem Sanitätshaus, einem orthopädieschuhtechnischen Betrieb oder einem Unternehmen der Medizintechnik unterschieden werden.