Die Produkte „mmOrthosoft“ und „PAEDUS“ kommen künftig aus einem Haus. Tobias Bender, Geschäftsführer der Opta Data Ortho Solutions GmbH, erläutert im Gespräch mit Michael Kleinjans die Hintergründe.
GP: Welche Überlegungen haben bei der Entscheidung für die Fusion eine Rolle gespielt?
Tobias Bender: Das war für uns ein logischer Schritt. Beide Firmen waren bereits unter dem Dach der Opta Data Gruppe erfolgreich im gleichen Markt tätig, allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Zielgruppen. Die Zusammenführung der bisher eigenständigen Unternehmen sehen wir als Erfolgsmodell für die Zukunft, bei der alle Beteiligten von Synergieeffekten, wie einer effizienteren Nutzung betrieblicher Ressourcen oder dem Austausch und der gemeinsamen Weiterentwicklung von Know-how profitieren.
GP: Mit welchen weiteren Synergieeffekten rechnen Sie?
Bender: Wir sehen unter anderem große Potenziale bei der Optimierung von innerbetrieblichen Prozessen und bei gemeinsamen Marktaktivitäten. Dazu gehören der Wegfall redundanter Aufgaben im administrativen Bereich, die Vereinheitlichung der IT-Infrastruktur oder die Kombination von Vertriebsstrukturen. Darüber hinaus kann die Umsetzung von gesetzlichen Anforderungen gebündelt werden.
GP: Wie wirkt sich das auf das Produkt- und Serviceangebot aus?
Bender: Die gemeinsame Konzeption und Planung neuer Softwarelösungen ermöglicht eine schnellere Produktentwicklung. Dass wir dabei auf einen größeren Mitarbeiterpool mit unterschiedlichem Erfahrungshintergrund zurückgreifen können, führt zu innovativeren und effizienteren Lösungen. Das sehen wir als deutlichen Vorteil gegenüber unseren Mitbewerbern.
GP: Was ändert sich für die Anwender der Software?
Bender: Sowohl „mmOrthosoft“ als auch „PAEDUS“ werden als eigenständige Marken weitergeführt. Produkte, Leistungen, Service und Support stehen unverändert wie bisher zur Verfügung. Durch die zu erwartenden Effizienzsteigerungen erwarten wir sogar mehr Spielräume, die wir für die Betreuung unserer Kundschaft nutzen wollen.
GP: Auf welche Veränderungen müssen sich die Mitarbeitenden einstellen?
Bender: Es ist in unserem eigenen Interesse, dass wir uns die Kompetenzen der Mitarbeitenden erhalten. Die Unternehmenszusammenführung ist für uns also keinesfalls ein Arbeitsplatzabbauprogramm. Alle Arbeitsverträge bleiben unverändert und werden auf die neue Gesellschaft übertragen. Im Laufe der Struktur- und Prozessoptimierung kann allerdings eine Anpassung einzelner Aufgabenstellungen erforderlich werden. Wir sehen durch die Fusion erweiterte Karrieremöglichkeiten für Fachkräfte mit Kenntnissen in Technik, Beratung, Softwareentwicklung und Konzeption.
GP: Welche Perspektiven sehen Sie für das neue Unternehmen?
Bender: Die Branche wird zunehmend von technologischem Fortschritt und der steigenden Nachfrage nach digitalen Lösungen geprägt sein. Es ist zu erwarten, dass dabei auch die Integration von künstlicher Intelligenz (KI) eine immer größere Rolle spielen wird. Größere, innovative Unternehmen haben da einen klaren Vorteil.