Neuromobility war das Fokusthema von Ottobock auf der Rehacare 2022 in Düsseldorf. Der ganzheitliche Versorgungsansatz vereine Lösungen für Menschen mit neurologischen Erkrankungen. Dazu gehört auch ein neuer Anzug zur Minderung von Spastiken, der Exopulse Mollii Suit.
„Menschen mit neurologischen Indikationen wie Schlaganfall, Multiple Sklerose, Zerebralparese und (inkomplettem) Querschnitt benötigen eine Vielzahl von Produkten und Leistungen während ihres gesamten Lebens“, sagt Phillip Hoefer, Geschäftsführer Vertrieb & Marketing DACH der Ottobock Healthcare Deutschland GmbH. Gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten, ihren Angehörigen und dem multiprofessionellen Versorgungsnetzwerk wolle man eine optimale Versorgung schaffen für mehr Mobilität, Lebensqualität und Teilhabe im Alltag.
Exopulse Mollii Suit: täglich eine Stunde reicht
Als Produkt-Highlight hebt Ottobock den neuen Exopulse Mollii Suit hervor. Der nach eigenen Angaben weltweit erste Neuromodulationsanzug könne Menschen mit neurologischen Erkrankungen einen aktiveren Alltag ermöglichen. Dafür senden 58 im Anzug integrierte Elektroden elektrische Signale aus, die die Muskeln entspannen. So können Spastiken und Schmerzen gemindert und Muskelpartien aktiviert werden – bei nur einer Stunde Stimulationszeit am Tag.
„Die Rückmeldungen der ersten Nutzerinnen und Nutzer sind zum Teil überragend – je nach persönlichen Indikationen und Beschwerden. Ein Beispiel ist eine Anwenderin, die unter MS leidet und bereits mit 25 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen war. Aber dank des Exopulse Mollii Suit kann sie wieder gehen und ein aktiveres Leben führen“, sagt Daniel Hublitz, Leiter Marktmanagement Neuromobility. „Häufig sind es auch kleine Dinge, die sich durch den Anzug verändern, im Alltag aber einen großen Unterschied machen: besser schlafen, sitzen oder einen Stift halten.“