Bisheriger Eigentümer von Livit ist HAL Investments, die niederländische Tochtergesellschaft der internationalen Investmentgesellschaft HAL Holding N.V. Die Transaktion sei nach der Akquisition des belgischen Marktführers Vigo im Jahr 2019 eine weitere wichtige Ergänzung des westeuropäischen Versorgungsnetzwerks, teilt Ottobock mit. Gleichzeitig stärke sie Ottobocks Position als führendes, global tätiges Unternehmen in der Patientenversorgung. Vorbehaltlich der üblichen regulatorischen Bestätigung durch die niederländische Gesundheitsbehörde (NZa) soll der Abschluss der Transaktion voraussichtlich innerhalb der nächsten Monate erfolgen.
Livit wurde 1926 gegründet, betreibt 50 Versorgungszentren in den Niederlanden und bietet ein umfassendes Sortiment an Prothesen und Orthesen sowie orthopädischen Schuhen und Strümpfen. Hinzu kommen mehrere Hundert Beratungs- und Servicestandorte. Livit arbeitet mit medizinischen Fachkräften in Krankenhäusern und Rehazentren zusammen, um Patientinnen und Patienten nach einer Amputation frühzeitig über mögliche Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. 2021 hat Livit einen Umsatz von mehr als 40 Mio. Euro erzielt.
„Durch die Stärkung unseres Versorgungsnetzwerks mit Livit wollen wir die Chance nutzen, hochwertige Produkte und die bestmögliche Versorgung von Patienten miteinander zu verbinden, um noch näher an unsere Anwender heranzurücken und den Versorgungsstandard weiter zu verbessern“, sagt Philipp Schulte-Noelle, CEO von Ottobock.
Das Management-Team von Livit soll im Unternehmen bleiben und werde eng mit anderen Tochtergesellschaften von Ottobock im Bereich Patient Care zusammenarbeiten. „Mit Ottobock haben wir den perfekten Partner für unser Unternehmen sowie unsere mehr als 400 Mitarbeiter gefunden, um den Service für unsere Kunden weiter zu verbessern“, sagt Jan Willem van der Windt, CEO von Livit seit 2016.
„Der Markt für Orthopädietechnik befindet sich im Wandel. Digitalisierung und neue Technologien werden immer wichtiger. Die Versorgung von Patienten muss effektiv, zugänglich und bezahlbar sein. Diese und andere Trends erfordern eine Professionalisierung, Modernisierung und nachhaltige Entwicklung unseres Berufsstandes. Livit wird sich als Teil des europäischen Netzwerks von Ottobock weiterentwickeln können. Nur durch den Austausch und die Verknüpfung von Wissen und Know-how können Fortschritte erzielt werden. Und genau daran glauben wir.”
Jan Willem van der Windt, CEO von Livit
Ottobock betreibt nach eigenen Angaben das größte globale Netzwerk von Versorgungszentren, das maßgeschneiderte orthopädietechnische Behandlungs- und Rehabilitationslösungen bietet. Dazu gehören aktuell mehr als 340 Versorgungszentren. Mit einem digitalisierten und anwenderorientierten Ansatz will Ottobock den Weg zu einer datengesteuerten, vollständig integrierten orthopädietechnischen Wertschöpfungskette ebnen.