Im Zeichen des fachübergreifenden und globalen Wissenstransfers steht die OTWorld vom 13. bis 16. Mai 2014 in Leipzig. Über 300 Referenten aus 30 Ländern informieren und diskutieren auf dem Weltkongress über moderne Behandlungsmöglichkeiten und aktuelle Trends aus den Bereichen Prothetik, Orthetik, Orthopädie-Schuhtechnik, Technische Rehabilitation, Kompressionstherapie sowie Lymphologie und Podologie. Internationale Keynote-Speaker und interdisziplinärer Dialog zwischen Technikern, Ärzten sowie Physiotherapeuten prägen das Programm. Mehr als 500 Aussteller aus etwa 40 Ländern zeigen auf der Fachmesse ihre Neuheiten. Zum größten Branchenereignis werden rund 20.000 Fachbesucher aus 100 Ländern erwartet.
„Ich bin stolz darauf, dass wir mit dem Weltkongress einen wichtigen Beitrag zum interdisziplinären, internationalen Wissenstransfer leisten können", betont Kongresspräsident Professor Dr. Wolfram Mittelmeier, Direktor der Orthopädischen Klinik und Poliklinik am Universitätsklinikum Rostock. "Vortragende und Teilnehmer stammen aus allen an der Patientenversorgung beteiligten Disziplinen. Dieser interdisziplinäre Austausch ist für die Bewältigung der bevorstehenden Herausforderung weltweit unerlässlich."
Drei Themen sieht Mittelmeier besonders im Fokus des Interesses: Hygiene, ein Problem, das den Verantwortlichen weltweit "unter den Nägeln" brenne, speziell im Hinblick auf mehrfach verwendete Produkte, Wirksamkeit von Hilfsmitteln – gerade in Zeiten zunehmenden Kostendrucks – sowie berufspolitische Aspekte im Hinblick auf die menschliche, soziale und finanzielle Gestaltung einer zukünftigen Gesundheitspolitik.
OTWorld: Update für Fachwissen
Mehr als 40 Symposien und Keynote-Vorträge beleuchten neueste Entwicklungen aus Technik, Wissenschaft, Forschung und Praxis – überwiegend mit Simultanübersetzung. Mehrere Symposien finden in Kooperation mit anerkannten nationalen und internationalen Organisationen statt – unter anderem ISPO Deutschland, Interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische/unfallchirurgische und allgemeine Schmerztherapie e.V. (IGOST). Der Besuch des Weltkongresses wird mit Fortbildungspunkten honoriert.
Die Mehrzahl der Symposien greift indikationsspezifische oder fachübergreifende Themen auf. Fachleute unterschiedlicher Spezialgebiete stellen dabei ihre jeweiligen Therapieansätze vor. Das Spektrum reicht von Arthrose, Rheuma, diabetischem Fuß oder Rückenschmerz bis zur Sportmedizin oder der Versorgung von Kindern. Erstmals rücken Materialforschung und fortschrittliche Werkstoffe ins Blickfeld – in Verbindung mit Hygiene und Allergien. Denn Allergien bei Kontakt mit Metallen oder Kunststoffen sowie Multi-Resistente Erreger (MRE-Keime) gehören zu den wachsenden Herausforderungen in der Orthopädie-Technik. Auf der Agenda stehen ferner die Versorgung Amputierter aus der Perspektive des US-Militärs sowie der Bedarf und Stellenwert von Orthopädie-Technik in Lateinamerika. Ein neues Angebot sind Satellitensymposien, praxisbezogene Kurse sowie Podiumsdiskussionen.
In zwei Messehallen ermöglicht die parallel zum Kongress stattfindende Messe einen Überblick über die aktuellsten Entwicklungen im globalen Hilfsmittelmarkt. Handwerk zum Anfassen bietet die Gläserne Werkstatt im Technik-Forum Reha, die nach ihrer Premiere 2012 eine Neuauflage erfährt: Techniker demonstrieren live die Fertigung individueller Hilfsmittel vom Anfang bis zum Ende. Auf der Show-Bühne kann das Publikum die Vorführungen verfolgen. Marketing und Verkaufsförderung stehen im Zentrum der Sonderschau "Das Sanitätshaus – Gesundheitshaus der Zukunft" – von Schaufenstergestaltung bis zu Ladenbau sowie Shop-in-Shop-Systemen