Als Mitglieder aus dem Bereich Beatmung/Homecare sind die Unternehmen Börgel, Häussler, Heinen & Löwenstein, Medigroba, Provita Arndt, ResMed, Sapio, Vivisol und WKM neue Mitglieder bei RehaKIND. Insgesamt gehören dem neutralen Netzwerk jetzt 90 Mitglieder an.
RehaKIND öffnet sich einem pflege- und kostenintensiven Bereich für die betroffenen Familien. Die Fördergemeinschaft hat das Ziel, auch bei der Kinderbeatmung Produktqualitäten, Anwendungsfelder und vor allem die mit der interdisziplinären Zusammenarbeit verbundenen Versorgungspfade zu definieren. Ein ganzheitlicher Blick auf die Bedarfe dieser kleinen, auf komplexe Hilfsmittel angewiesenen Gruppe sei wichtig, um die im Alltag notwendige Unterstützung zu erzielen.
Inzwischen verbesserten sich die Technologie der Beatmungsgeräte und weiterer Medizintechnik sowie die erforderliche Infrastruktur so weit, dass beatmete Kinder und Jugendliche in der Regel außerhalb der Klinik versorgt werden können. Pädiatrische Erkrankungen, die eine Beatmung erforderlich werden lassen, sich jedoch oft komplex, gehen mit mehreren Behinderungen einher und verlaufen progredient. Sie stellen alle am Versorgungsprozess beteiligten Akteure daher vor besondere Herausforderungen.
ICF-CY beachten
Die betroffenen Kinder und Jugendlichen haben einen Anspruch auf ganzheitliche interdisziplinäre Förderung. Alltagsrelevante Ziele müssen auf der Basis der ICF-CY im interdisziplinären Team formuliert werden. Die Kontextfaktoren wie häusliche, schulische sowie Kindergartenumgebung und die personenbezogenen Faktoren (Ressourcen des Kindes, der Familie und der Umgebung) sind zu berücksichtigen. Ebenso müssen die Barrierefaktoren bewertet werden. Im Zuge der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention ist bei Inklusion in Schule und gleichaltrigen Gruppen auf eine individuelle und akzeptierte Hilfsmittelversorgung zu achten. Dies erfordert einen wesentlich höheren Dienstleistungsanteil des Versorgungsteams. Fachkräfte in der Kinderversorgung müssen entsprechende Erfahrung und spezielle Zusatzqualifikationen vorweisen. Vertragskonzepte der Leistungsträger müssen diesen Besonderheiten Rechnung tragen.
Schwieriger Übergang in die Erwachsenenversorgung
Der Übergang von der Kinder- und Jugendversorgung zur Erwachsenenversorgung gestaltet sich zudem schwierig, so RehaKIND weiter. Gesetzliche Grundlagen werden zur Zeit im Rahmen der Einführung von MZEB (Medizinische Zentren für Erwachsene mit Behinderungen) geschaffen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.Die Internationale Fördergemeinschaft RehaKIND e.V. engagiert sich seit fast 17 Jahren für die besonderen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten.