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„Unklarheiten vermeiden“

Sanitätshäuser in Impfstrategie mitberücksichtigen

Sanitätshäuser in Impfstrategie mitberücksichtigen Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer des BVMed. (Foto: BVMed)

Der BVMed regt in der Diskussion zur anstehenden Corona-Impfstrategie eine Klarstellung an: Auch Mitarbeiter in Sanitätshäusern und bei Homecare-Versorgern gehören zum medizinischen Personal.

„Wir dürfen die Berufsgruppen unserer Branche nicht vergessen, die im Versorgungsprozess unmittelbaren Patientenkontakt haben und ein wichtiger Bestandteil der Patientenversorgung sind“, so Dr. Marc-Pierre Möll, Geschäftsführer des Bundesverbands Medizintechnologie (BVMed).

Hintergrund des BVMed-Vorschlags ist, dass derzeit auf Grundlage des Papiers der Ständigen Impfkommission, des Deutschen Ethikrates und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina eine Priorisierung des Zugangs zu einem COVID-19-Impfstoff vorgenommen wird. Bei Sanitätshäusern und Homecare-Versorgern ist der Patientenkontakt regelmäßig eng. Hier geht es, neben den klassischen Versorgungen im Sanitätshaus, auch um die Einweisung, Versorgung und Überwachung von Patienten bei parenteraler Ernährung, Infusions- oder Stoma-Therapien im häuslichen Bereich sowie in stationären Einrichtungen.

„Wichtig ist, dass die Impfstoffe auch den Mitarbeitern von Sanitätshäusern sowie Homecare-Versorgern als ,sonstige Leistungserbringer‘ entsprechend prioritär zur Verfügung stehen. Sonstige Leistungserbringer im Gesundheitswesen sollten explizit in den rechtlichen Vorschriften genannt werden, um Unklarheiten zu vermeiden“, so der BVMed.

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Tobias Kurtz / 16.11.2020 - 13:31 Uhr

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