Verglichen mit dem letzten Quartal im Jahr 2022 verlief das erste Quartal 2023 für einen durchschnittlichen IK-34-Betrieb mit einem Rückgang von 0,47 Prozent beim GKV-Umsatz leicht negativ. Das zeigt eine aktuelle Erhebung im Expertenforum der Opta Data Gruppe. Setzt man den Vorjahreszeitraum als Vergleichspunkt, kann sich der durchschnittliche Orthopädieschuhtechnik-Betrieb jedoch über ein Plus von 5,1 Prozent freuen.
Bei der Verordnungsanzahl erkennen die Opta Data-Experten eine seit Jahren bekannte Entwicklung. Die „ungraden Quartale“ verlaufen in der Regel schlechter als die „geraden“. Für den Berichtszeitraum bedeutet das ein Minus von 3,28 Prozent gegenüber dem vierten Quartal 2022. Vergleicht man allerdings die ersten Quartale 2023/2022 direkt miteinander, dann versorgte der durchschnittliche IK-34-Betrieb mehr Patienten zum Jahresbeginn (0,92 Prozent).
Der durchschnittliche Wert eines Rezeptes im OST-Betrieb erhöhte sich im ersten Quartal 2023 auf 189,13 Euro. Der Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum fällt damit immer noch negativ aus. Es zeichnet sich aber ab, dass sich der Wert „eingependelt“ hat.
Speziell das Jahr 2021 mit den in der Abrechnung üblichen „Überläufen“ in den Folgemonat Januar 2022 scheint bei der Kennzahl „Verordnungswert“ von „Corona-Effekten“ geprägt zu sein, denn in diesem Zeitraum lag der Wert einer Verordnung mit rund 215 Euro in fünf Quartalen nacheinander deutlich über den vor der Pandemie üblichen Werten (ca. 190 Euro).
Orthopädieschuhtechnik: So errechnen sich die Zahlen
Grundlage der Datenerhebung sind die durch die Kunden der Opta Data Finance GmbH, Essen, abgerechneten Verordnungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen. Die Daten wurde anonymisiert, bereinigt und auf den Gesamtmarkt hochgerechnet und daraus ein Durchschnitt für eine einzelne Betriebsstätte gebildet. Der Vollständigkeit sei hier erwähnt, dass andere Einnahmen in den Betrieben z.B. mit privaten Kostenträgern, möglichen privaten Einkäufen oder die üblichen, von den Patienten zu tragenden Mehrkosten, nicht berücksichtigt sind.
Die dargestellten Trends sind nicht mit den einschlägigen Statistiken der GKV über den Hilfsmittelmarkt zu vergleichen, da diese Erhebung auf Basis einer speziellen Betriebsart (nach IK-Nummer) durchgeführt wird. Die allgemein zugänglichen Daten zur GKV-Finanzentwicklung dagegen betrachtet in ihren „Konten“ Ausgaben nach verschiedenen Produktgruppen, die nicht nach dem „Verursacher“ z.B. einem Sanitätshaus, einem orthopädieschuhtechnischen Betrieb oder einem Unternehmen der Medizintechnik unterschieden werden.