An der repräsentativen Umfrage in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Civey haben 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Gesamtbevölkerung sowie rund 1.000 pflegende Angehörige teilgenommen. Die Studie untersucht die öffentliche Wahrnehmung der Angehörigenpflege und gibt gleichzeitig Einblicke in die Realität der pflegenden Angehörigen.
Die häusliche Pflege von Angehörigen bedeutet nicht nur die körperliche Versorgung von Menschen, sondern umfasst vielfältige Aufgaben. Neben pflegerischen Tätigkeiten zählen auch Hauswirtschaft (78,5%), die Zubereitung von Essen (77,7%), die Organisation von Terminen und Mobilität (71,8%) sowie bürokratische Tätigkeiten (72,4%) zu den Aufgaben der pflegenden Angehörigen.
Pflegende Angehörige: Wofür die Zeit gebraucht wird
Die Umfrage unter den pflegenden Angehörigen zeigt: Die meiste Zeit verwenden diese nicht mit pflegerischen Tätigkeiten (37,4%), wie beispielsweise der Körperpflege oder dem Anziehen, sondern mit hauswirtschaftlichen (61,1%), bürokratischen (51%) und organisatorischen Aufgaben (41,8%).
Dabei erhalten bei Weitem nicht alle pflegenden Angehörigen Unterstützung: Während weniger als ein Drittel (29,8%) der pflegenden Angehörigen durch einen ambulanten Pflegedienst unterstützt wird, erhält ein Drittel der Befragten (35,1%) gar keine Unterstützung. 32,5% werden durch andere Familienmitglieder unterstützt.
51% der Befragten sagen, dass sie sich körperlich und mental belastet fühlen. 52,4% stimmen der Aussage zu, dass ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund rücken. Dass dabei keine Zeit mehr für die Angehörigen selbst bleibt, vermissen 35,6% der Befragten. Dennoch betrachten es 39,1% als ihre Pflicht, sich um ihre Angehörigen zu kümmern, und 33,5 % sind dankbar und kümmern sich gerne.
„Die Pflege von Angehörigen ist vielfältig und anspruchsvoll, sinnstiftend und gleichzeitig kräftezehrend. Das spiegelt sich in den Ergebnissen unserer Befragung unter den pflegenden Angehörigen wider“, sagt Nina Kneip, Digital Brand Managerin von Tena. „Pflege geht weit über die körperliche Versorgung hinaus und umfasst eine Vielzahl von Aufgaben. Tagtäglich übernehmen 9 Millionen Menschen in Deutschland genau diese Aufgaben und kümmern sich liebe- und aufopferungsvoll um ihre Angehörigen. Diesen Menschen wollen wir mit unserer #KeineLiebeWieDiese-Kampagne Aufmerksamkeit schenken.“
Mit der Kampagne #KeineLiebeWieDiese will Tena die Geschichten pflegender Angehöriger in den Fokus rücken. Diese sollen die einzigartigen und emotionalen Erfahrungen auf eine authentische Art zeigen, einschließlich der vielfältigen Aufgaben, die pflegende Angehörige täglich bewältigen.
Die zentralen Ergebnisse der Studie finden Interessierte hier.