Zum roten Pumps ein schwarz-weißes Hahnentritt-Muster, für den sportlichen Sneaker ein Floral-Design: Der Einlagen-Spezialist Springer Aktiv AG präsentiert in seinem Versorgungskonzept für Frauen ebenso modische wie funktionelle Einlagen. Jeannette Grabinski erläutert die Idee hinter den "Lieblingen" aus Berlin.
GP: Frau Grabinski, Ihre neuen Einlagen für Damenschuhe heißen ,Lieblinge’. Welche Idee versteckt sich dahinter?
Jeannette Grabinski: Das Thema brodelt bereits seit mehreren Jahren in unserem Unternehmen. In den Gesprächen auf Messen haben wir immer wieder festgestellt, wie unterschiedlich Orthopädieschuhtechniker bzw. Handwerker und Fachverkäuferinnen über Schuhe und Einlagen sprechen und mit dem Thema umgehen.
GP: Was meinen Sie damit?
J.G.: Frauen lieben Schuhe, über die manche Orthopädietechniker aus gesundheitlichen Gründen ein wenig die Nase rümpfen. Zu bestimmten Anlässen zumindest wollen sie aber schicke Schuhe tragen. Auch sind die heutigen Best Ager mit der ,Omi’ von früher nicht mehr zu vergleichen, sondern kleiden sich modischer und jünger. Daher stellt sich die Frage, welche Unterstützung man Füßen in einem Pumps, Sneaker oder einer Ballerina geben kann.
GP: Dafür müssen die Handwerker also ein Stück weit Kompromisse machen
J.G.: Ein Pumps oder eine Ballerina sind für den Fuß vielleicht nicht optimal. Aber unser wichtigstes Verkaufsargument ist, dass auch in modischen Schuhen stabilisierende Einlagen getragen werden können, die gleichzeitig attraktiv aussehen. Wir wollen weg von der alleinigen missionarischen Versorgungsoption.
GP: Was bedeutet das für das
Beratungsgespräch?
J.G.: Die Mitarbeiter sollten so geschult sein, dass keine Kundin das Geschäft verlässt, ohne gefragt zu werden: ,Und, was machen Sie in Ihren schicken Schuhen’? Jedes Beratungsgespräch zielt darauf ab, über das klassische Rezeptgeschäft hinaus Umsatz zu erzielen. Das funktioniert über höherwertige Produkte, aber auch mit Einlagen, die komplett von den Kunden selbst finanziert werden. Dafür muss man deren optischen und den funktionellen Mehrwert herausstellen. Die Best Ager haben übrigens die wenigsten Schwierigkeiten, einen Eigenanteil zu übernehmen.
GP: Wie kann die Präsentation den Verkauf unterstützen?
J.G.: Wir empfehlen immer, die Einlage im Schuh zu zeigen. Ein schicke Verpackung, Schaufensterbanner sowie eine Endverbraucherbroschüre, die über verschiedene Schuhformen informiert, unterstreichen zusätzlich die Wertigkeit unseres Konzepts.
GP: Wird das in den Betrieben vor Ort wie gewünscht umgesetzt?
J.G.: Auf jeden Fall. Nachdem wir unser Konzept auf der OTWorld in Leipzig erstmals vorgestellt hatten, kauften sich viele Kunden direkt einen roten Pumps, um zu zeigen, wie die Einlagen hineinpassen.
GP: Ein Sneaker und ein Pumps stellen unterschiedliche Anforderungen an Einlagen. Wie sichern Sie eine
passende Versorgung?
J.G.: Wir haben drei Kern- sowie drei Leistenformen, um die unterschiedlichen Sprengungen abzudecken. Sehr wichtig ist uns außerdem, dass der Techniker neben vorgefertigten Einlagen auch nur die einzelnen Bausteine sowie die verschiedenen Designs als Meterware beziehen kann, um die Einlage individuell anzupassen und zu fertigen.
GP: Abschließende Frage:
Welche Optiken gefallen den
Frauen besonders gut?
J.G.: Besonders gut kommen der Hahnentritt sowie die floralen Designs an.