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14. MedTech-Kommunikationskonferenz von MedInform

Warum die Medizintechnik Storys erzählen sollte

Warum die Medizintechnik Storys erzählen sollte An der 14. MedTech-Kommunikationskonferenz von MedInform am 18. und 19. Juni 2018 in Köln nahmen rund 120 Interessenten teil. (Foto: BVMed)

Die Medizintechnik sollte stärker auf authentische Patientengeschichten setzen. Das war der Tenor auf der 14. MedTech-Kommunikationskonferenz von MedInform mit 120 Teilnehmern am 18. und 19. Juni 2018 in Köln.

Der Storytelling-Ansatz sollte auch in der Medizintechnik stärker beherzigt werden: „Geschichten bleiben besser haften, können neue Kundenerlebnisse schaffen und eine höchst wirkungsvolle Kommunikation sein“, sagte Prof. Dr. D. Georg Adlmaier-Herbst in seiner Vorabend-Keynote zum „digitalen Storytelling in der Unternehmenskommunikation“. Patientengeschichten können dabei in Form einer „Heldenreise“ aufbereitet werden: von der Herausforderung durch ein bestimmtes Krankheitsbild über den Kampf mit Hindernissen bis hin zur Problemlösung durch Medizintechnologien mit einem selbstbestimmten Leben als Ergebnis. Digitales Geschichtenerzählen bietet dabei den Vorteil, die Betroffenen einbeziehen und vernetzen zu können. Eine besondere Form ist „Digitales Data Storytelling“: Daten spannend aufbereitet, um komplexe Themen SEO-wirksam zu vermitteln. „Das ist aufmerksamkeitsstark, wird gerne in sozialen Medien geteilt und ist langlebig, da es gut erinnert wird“, so Jörg Hoewner von der Agentur K12.

„Wir müssen die Chancen der Digitalisierung für die MedTech-Kommunikation besser wertschätzen. Dazu gehören eine emotionale und eine dialogorientierte Komponente sowie authentische und damit glaubwürdige Geschichten“, so der Moderator, BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt. Manfred Beeres vom BVMed stellte die Umsetzung des Storytelling-Gedankens in der Branchenkampagne „Körperstolz“ vor. Claudia Siebert von B. Braun gab Einblicke in die Content Marketing-Strategie des Unternehmens. Wichtig seien dabei Trainings der Mitarbeiter, um Grundwissen von dramaturgischen Geschichten zu vermitteln.

Soziale Medien nutzen

Patrick D’Haese von MED-EL zeigte mit der Videokampagne „Moment of Silence“ auf, dass auch mit kleinem Budget Bewusstsein geschaffen und Kommunikationsziele über soziale Medien gut erreicht werden können. Bastian Hauck von #dedoc sowie Günter Nuber und Hanno Schorlemmer vom Kirchheim-Verlag stellten erfolgreiche Diabetes-Kampagnen und Online-Communities und Veranstaltungsformate vor. Wie Targeting und Tracking Online-Kommunikation nachhaltig machen können, stellte Berater Ralf-Thomas Hillebrand anhand von Facebook-Anzeigen dar. Andreas Blauig von Dentsply Sirona präsentierte die Social Media-Strategie seines Unternehmens, das 320.000 Fans auf Facebook hat.

Rechtsexperte Dr. Ulrich Reese verdeutlichte, dass ein Unternehmen, das soziale Kanäle nutzt, dann auch die Verantwortung für Vigilanz und Datenschutz trägt.

Einen ausführlichen Bericht lesen sie in der kommenden Ausgabe von GesundheitsProfi.

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Tobias Kurtz / 20.06.2018 - 13:32 Uhr

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