Im durchschnittlichen Sanitätshaus (IK-33) stieg der GKV-Umsatz im ersten Quartal des Jahres 2023 gegenüber dem Vorquartal um 3,2 Prozent (siehe Grafik). Verglichen mit dem ersten Quartal 2022 beträgt die Steigerung sogar 13,6 Prozent. Das zeigt die Auswertung im Expertenforum der Opta Data-Gruppe.
Die Umsatzsteigerung korrespondiert mit einer gestiegenen Anzahl an Versorgungen gegenüber dem vierten Quartal 2022 (1,84%). Gegenüber dem ersten Quartal 2022 wurden im Schnitt rund 8,8 Prozent mehr Patienten mit Hilfsmitteln versorgt.
Der Trend der letzten drei Quartale beim durchschnittlichen Wert einer Verordnung zeigt sich auch im ersten Quartal des Berichtsjahres. Dieser Wert steht nun das erste Mal, seit diese Erhebung gemacht wird, bei über 180 Euro.
Zur Erhebung des Sanitätshaus-Umsatzes
Grundlage der Datenerhebung sind die durch die Kunden der Opta Data Finance GmbH, Essen, abgerechneten Verordnungen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen. Die Daten wurde anonymisiert, bereinigt und auf den Gesamtmarkt hochgerechnet und daraus ein Durchschnitt für eine einzelne Betriebsstätte gebildet. Der Vollständigkeit sei hier erwähnt, dass andere Einnahmen in den Betrieben z.B. mit privaten Kostenträgern, möglichen privaten Einkäufen oder die üblichen, von den Patienten zu tragenden Mehrkosten, nicht berücksichtigt sind.
Die dargestellten Trends sind nicht mit den einschlägigen Statistiken der GKV über den Hilfsmittelmarkt zu vergleichen, da diese Erhebung auf Basis einer speziellen Betriebsart (nach IK-Nummer) durchgeführt wird. Die allgemein zugänglichen Daten zur GKV-Finanzentwicklung dagegen betrachtet in ihren „Konten“ Ausgaben nach verschiedenen Produktgruppen, die nicht nach dem „Verursacher“ z.B. einem Sanitätshaus, einem orthopädieschuhtechnischen Betrieb oder einem Unternehmen der Medizintechnik unterschieden werden.