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Verbandmitteldefinition

Convatec beklagt „unnötigen Zeitdruck“

Convatec beklagt „unnötigen Zeitdruck“ Convatec-Geschäftsführer Andreas Kuhn (Foto: Andreas Kuhn, Convatec (Germany) GmbH)

Die neue Verbandmitteldefinition setzt nach Ansicht von Convatec (Germany) Verbandmittel-Hersteller unter einen unnötigen Zeitdruck.

„Die jetzt geltende Übergangsfrist von einem Jahr für Wundversorgungsprodukte mit ergänzenden Zusatzeigenschaften sollte von der Politik noch einmal grundsätzlich überprüft werden“, sagt Andreas Kuhn, Geschäftsführer der Convatec (Germany) GmbH. „Es ist für uns unverständlich, dass seit Jahren bewährte und bereits zugelassene Produkte noch einmal ihren Nutzen nachweisen müssen. Für die weiteren, jetzt geforderten Nutzennachweise ist deutlich mehr als ein Jahr notwendig. Der Gesetzgeber sollte an dieser Stelle unbedingt noch einmal nachbessern“, so Kuhn.


Antimikrobiell wirkende oder silberhaltige Verbandmittel, die vor dem 11. April 2017 abrechnungsfähig waren, müssen nach einer Übergangsfrist von einem Jahr ihren Nutzen nachweisen. Erst dann kann der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) sie zur Behandlung gesetzlich Krankenversicherter zulassen. „In den nächsten zwölf Monaten ändert sich nichts an der Erstattungsfähigkeit unserer Produkte“, betont Kuhn. „Die Convatec (Germany) GmbH arbeitet bereits mit Hochdruck daran, dass unsere antimikrobiell wirkenden, silberhaltigen Produkte auch nach der Übergangsfrist erstattungsfähig bleiben und damit der Gesundheit der Patientinnen und Patienten dienen können. Der durch die Richtlinie vorgegebene Zeitdruck ist allerdings unnötig. Wir warnen davor, dass dies zur Verunsicherung von Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten führen könnte.

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Tobias Kurtz / 10.12.2020 - 10:03 Uhr

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