Ebenfalls 80 Prozent (2019: 74 Prozent) der Träger von medizinischen Kompressionsstrümpfen berichten von einer gesteigerten Lebensqualität – vor allem diejenigen, die ihre Strümpfe täglich tragen (84 Prozent). Bei denjenigen, die bereits seit über 8 Jahren medizinische Kompressionsstrümpfe verordnet bekommen, sind es sogar 90 Prozent, die eine positive Bilanz bezüglich der Lebensqualität ziehen. Auch 78 Prozent (2019: 74 Prozent) der Einlagenträger bestätigen eine spürbare Steigerung der Lebensqualität.
Medikamente reduzieren, Operationen vermeiden, Mobilität gewinnen
Die hohe Anwenderzufriedenheit korreliert mit dem Nutzen der Hilfsmittel. So sagen 88 Prozent der Träger, dass ihnen die medizinischen Kompressionsstrümpfe viel oder sehr viel helfen (2019: 85 Prozent). Ähnlich sieht es bei den orthopädischen Einlagennutzern aus: Insgesamt bewerten 86 Prozent aller Einlagennutzer ihr Hilfsmittel als hilfreich oder sehr hilfreich (2019: 84 Prozent). Bei den Bandagen und Orthesen bestätigen 83 Prozent der Nutzer, dass diese Produkte hilfreich oder sehr hilfreich sind (2019: 81 Prozent).
Der Großteil der Umfrageteilnehmer berichtet, dass durch die Nutzung der medizinischen Hilfsmittel Beschwerden effektiv gelindert wurden. Im Alltag sind vor allem Schmerzen besonders belastend für Patienten und führen zu einer Schonhaltung oder eingeschränkten Mobilität. Durch den Einsatz von Bandagen/Orthesen können bei 61 Prozent der Befragten die Schmerzen reduziert werden, beim Einsatz orthopädischer Schuheinlagen sind es sogar 75 Prozent. Bei Nutzern von medizinischen Kompressionsstrümpfen berichten 48 Prozent über eine Schmerzlinderung.
65 Prozent der Orthesen- und Bandagenträger haben vor der Verordnung des Hilfsmittels Schmerzmittel eingenommen. Aufgrund der funktionellen Therapie mit Bandagen oder Orthesen können 61 Prozent ihren Schmerzmittelkonsum reduzieren, 18 Prozent verzichten sogar ganz auf eine Schmerzmedikation. Zudem berichten 25 Prozent der Befragten, dass aufgrund des Einsatzes einer Orthese oder Bandage auf eine Operation verzichtet werden konnte. Bei weiteren 13 Prozent konnte nach eigener Einschätzung eine Operation verschoben bzw. hinausgezögert werden. Eine verbesserte Mobilität bestätigen außerdem fast drei Viertel (72 Prozent) der Bandagen- und Orthesennutzer, 69 Prozent der Kompressionsstrumpfträger und 69 Prozent der Nutzer von orthopädischen Einlagen.
Therapiebrücke während der Corona-Pandemie
58 Prozent der Träger von medizinischen Kompressionsstrümpfen berichten, dass diese gut geholfen haben, die Zeit während der Corona-Pandemie zu überbrücken, in der kein Arztbesuch stattfinden konnte. Für Bandagen und Orthesen bestätigen 61 Prozent der Befragten, dass ihnen das medizinische Hilfsmittel eine entscheidende Unterstützung gegeben habe. Bei orthopädischen Einlagen sieht jeder Zweite (53 Prozent) eine gute Überbrückungsmöglichkeit während der Corona-Pandemie.