Für weitere drei Jahre im Amt des Eurocom-Vorstands bestätigt wurden der Vorsitzende Jürgen Gold (Geschäftsführer Julius Zorn) sowie die stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Geisellbrechtinger (CEO Oped), Walter Michael Leuthe (Geschäftsführer Sporlastic), Dirk Treiber (Geschäftsführer Medi) und Michael Ullrich (Leiter Bauerfeind Akademie/Medical Affairs Bauerfeind AG).
„Wir blicken auf drei spannende Jahre intensiver Zusammenarbeit zurück, die durch das gekennzeichnet sind, was uns als Eurocom so stark macht: gebündelte Kompetenz in den Gremien und die Fähigkeit, an einem Strang zu ziehen. Dies ist umso wichtiger, als wir Hilfsmittelhersteller mit der Digitalisierung des Gesundheitsmarktes und extremen Kostensteigerungen Herausforderungen zu stemmen haben, die keine Kleinigkeiten sind. Aufklärung über die therapeutische und gesundheitsökonomische Relevanz medizinischer Hilfsmittel muss dabei die große Klammer unserer strategischen Arbeit sein. Damit auch weiterhin gewährleistet ist, was im Mittelpunkt unseres Interesses steht – die Versorgungssicherheit des Patienten“, so Gold in seinem Dankeswort.
Im Blick hat die Eurocom laut einer Mitteilung verstärkt die Themen Digitalisierung und Kostensteigerungen. Bereits im Zuge des Digitalisierungsschubs der letzten Legislaturperiode ist es dem Industrieverband gelungen, als maßgebliche Organisation der Hersteller von digitalen Gesundheitsanwendungen eingestuft zu werden. Wie sich die Digitalisierungsstrategie des Koalitionsvertrags weiter konkretisieren wird, bleibt abzuwarten. Sichergestellt werden müsse, so die Eurocom-Position, unbedingt die reibungslose digitale Verordnung von medizinischen Hilfsmitteln.
Weiterhin verfolgen werde der Verband außerdem das wettbewerbswidrige und die Patientensicherheit schädigende Agieren außereuropäischer Billiganbieter im Onlinehandel. Klares Ziel: Der Umgehung der strengen EU-Regularien auf dem Wege digitaler Vertriebsstrukturen muss ein Riegel vorgeschoben werden.
Jenseits von Koalitionsprogramm und Medcial Device Regulation seien es vor allem die Auswirkungen von pandemischer Krise und russischem Angriffskrieg, die geschlossenes Handeln erfordern: Die Inflationsrate steigt stetig, Preise für Energie und Rohstoffe explodieren, die Gasverfügbarkeit für Unternehmen wird voraussichtlich ab Herbst politisch geregelt. Diese Einflussfaktoren gefährdeten die wirtschaftliche Produktion und damit die verlässliche Versorgung mit medizinischen Hilfsmitteln und stellten damit ein hohes Risiko für die gesamte Branche und den Patienten dar.