HMM Deutschland, Medicomp und die Opta Data Gruppe arbeiten seit November 2021 in der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) „Digitalisierung der Hilfsmittelversorgung – DiGHIMI“ zusammen. Seit 2008 wickeln die drei IT-Systemanbieter über ihre Plattformen X3.Net, Mip-ekv und Egeko den Datenaustausch für genehmigungspflichtige Hilfsmittelversorgungen im Auftrag von Krankenkassen und Hilfsmittelversorgern ab. Seit dieser Zeit ist es gelungen, den „elektronischen Kostenvoranschlag (eKV)“ in der Branche zu etablieren. Heute sind nach eigenen Angaben nahezu alle Krankenkassen und Leistungserbringer über ihre Systemsoftwaren an die Systeme der drei Anbieter angeschlossen.
Mit Einführung der Telematikinfrastruktur (TI) nimmt nun auch die Digitalisierung der Belegflüsse im Hilfsmittelbereich Formen an. Daher müsse der eKV-Prozess an die neuen Anforderungen im Umfeld der TI angepasst werden. In diesem Zusammenhang formulierte die ARGE laut einer Mitteilung einen eKV-Standardprozess, den alle drei Anbieter unterstützen. Ferner werde dieser Prozess durch eine einheitliche technische Dokumentation untermauert.
„Wir fangen bereits jetzt an, die wichtigen Prozesse des Hilfsmittelmarktes so zu entwickeln, dass sie mit Leichtigkeit in die Telematikinfrastruktur integriert werden können. Wir freuen uns sehr, dass dies mit unseren Partnern schon bereits jetzt zu einem frühen Zeitpunkt gelingt. So stellen wir einen reibungslosen Übergang der Prozesse in die TI sicher,“ sind sich Mark Steinbach und Andreas Fischer, Geschäftsführer der Opta Data Gruppe, einig.
„Hilfsmittelversorgungen werden seit vielen Jahren digital abgewickelt. Die Prozesse funktionieren gut und die erforderliche Infrastruktur ist bei Leistungserbringern und Krankenkassen vorhanden. Nun geht es darum, Gutes besser zu machen und ohne zusätzlichen Investitionsbedarf bei den Leistungserbringer in die Telematikinfrastruktur zu überführen. Dass die Unternehmen der ARGE nun technologisch vereinheitlichte Abwicklungsprozesse definieren, ist ein gutes Zwischenergebnis und eine gute Nachricht für den Markt,“ so Istok Kespret, Geschäftsführer von HMM Deutschland.
„Wir freuen uns über diese ersten Ergebnisse der ARGE und laden alle interessierten Teilnehmer herzlich dazu ein, für die weitere Gestaltung und Einbindung des Prozesses sowie Einbindung in die Digitalisierung im Rahmen z.B. einer elektronischen Verordnung mitzuwirken,“ betont der Geschäftsführer von Medicomp, Wolfgang Schunck.
Die ARGE stehe Krankenkassen, Hilfsmittelversorgern und ihren Software-Anbietern, der Gematik, Leistungsgemeinschaften und Verbänden sowie der Politik als Ansprechpartner zum Thema eKV zur Verfügung.