Im Zuge der Finanzierungsrunde gehören künftig auch das Family Office Zwei.7, hinter dem der Entrepreneur Karsten Wulf steht, sowie weitere Unternehmer zum bestehenden Gesellschafterkreis aus dem Umfeld der Rheingau Founders, teilt Lindera mit. Mit seiner KI-basierten 3D-Motion-Tracking-Technologie bietet das Unternehmen eine flexibel einsetzbare Bewegungsanalyse für sämtliche Bereiche des Gesundheitssektors an – von der Altenpflege über die Orthopädie und Geriatrie bis hin zu Neurologie, Reha und Therapie. Die nach eigenen Angaben wissenschaftlich geprüfte und bestätigte Lösung ermögliche es, mit einer normalen Smartphone-Kamera Bewegungsanalysen zu erstellen, die im Vergleich zum Goldstandard in der Messgenauigkeit (GAITRite) exzellent abschneiden sollen.
Karsten Wulf, Mitbegründer der buw Holding und Gesellschafter des Family Offices zwei.7, sagt: „Angesichts der demographischen Entwicklung und dem anhaltenden Fachkräftemangel sehen wir enorme Potentiale in digitalen Gesundheits- und Pflegeanwendungen. Dabei geht es nicht nur um nachhaltige Effizienzverbesserungen, sondern auch um die Steigerung der Versorgungsqualität für die Patienten. Wir sind überzeugt, dass Lindera mit seiner selbstentwickelten digitalen Spitzentechnologie und der gelebten wissenschaftlichen Exzellenz dabei eine wichtige Rolle einnehmen wird – und dabei immer den Menschen im Blick hat.“ Diana Heinrichs, Gründerin und CEO von Lindera, sagt: „Ähnlich wie sich Amazon vom Pionier des Online-Buchhandels zu einem der führenden Tech-Unternehmen entwickelt hat, gehen wir jetzt mit Zwei.7 den Weg vom KI-Vorreiter in der Pflege zum Bewegungsspezialisten entlang der gesamten Versorgungskette.“
Lindera: Expansionspläne
Mit der KI-basierten Mobilitätsanalyse „Lindera SturzApp“ ist das Berliner Unternehmen bereits in mehr als 350 Pflegeeinrichtungen und Therapiezentren in Deutschland im Einsatz. Über ein Pilotprojekt in Paris arbeitet Lindera an der internationalen Expansion. In der Hilfsmittelbranche kooperiert Lindera mit Saljol.
Das Unternehmen verfolge den Ansatz, mit patentierter, selbstlernender Computer Vision-Technologie Ineffizienzen in den Versorgungsstrukturen zu adressieren und abrechnungsrelevante Bewegungs-Assessments auf höchstem Niveau zu standardisieren, um die Versorgungsqualität messbar zu steigern. Lindera habe daher das Ziel, auch andere Gesundheitsbereiche wie die Orthopädie, die Geriatrie, Neurologie und Reha nachhaltig mit dem Einsatz seiner KI-getriebenen Medizinprodukte zu verändern. Mit „LTech“ – einem eigenen Software Development Kit – stelle Lindera seinen smarten 3D-Algorithmus zudem Entwicklern anderer Gesundheitsanwendungen zur Verfügung und könne dadurch beispielsweise zur Entwicklung von Apps im Bereich der Physiotherapie beitragen.
Das zusätzliche Kapital will das Team nutzen, um einen objektiven, patientenzentrierten Qualitätsstandard in der Pflege zu setzen, international zu wachsen und die Entwicklung für das Aufnahme-, Behandlung- und Entlassmanagement in Kliniken weiter voranzubringen.